Die Wärmepumpen- und Kältebranche befindet sich im Wandel, weg von den synthetischen, hin zu den natürlichen und effizienten Kältemitteln wie CO
2, Ammoniak oder Propan. Einen relevanten Beitrag zum umdenken der Branche trägt seit Jahren die internationale Konferenz „Atmosphere“ bei.
Als Dreh– und Angelpunkt für Fachkräfte aus Forschung und Entwicklung sowie Wirtschaft und Politik, bietet die Konferenz eine ideale Plattform, um Erfahrungen auszutauschen und wichtige Kontakte zu knüpfen. Während drei Tagen trafen sich in diesem Jahr vom 19. – 20. April 350 Teilnehmende aus aller Welt in Barcelona und diskutierten über natürliche Kältemittel und deren Anwendungsgebiete. Rund 100 Fachvorträge, eingegliedert in verschiedene Podiumsdiskussionen, lassen keine Zweifel mehr offen: Natürliche Kältemittel sind die Zukunft. Sie sind energieeffizient, umweltschonend und speziell zu erwähnen, die Technologie ist mittlerweile in hoher Stückzahl, kosteneffizient verfügbar.
Frigo-Consulting spielt Vorreiterrolle
Auch Frigo-Consulting liess sich die Chance nicht nehmen, ihre neusten Erfahrungen mit natürlichen Kältemitteln, weiter zu geben. Jonas Schönenberger, Leiter Forschung & Entwicklung bei Frigo-Consulting, präsentierte die jüngsten Erkenntnisse von CO
2-Kälteanlagen mit Ejektoren und zeigte auf, was es dabei zu beachten gibt und welche Effizienzsteigerungen zu erwarten sind. Die enorme Weiterentwicklung von CO
2-Kälteanlagen durch Technologien wie Parallelverdichtung oder Ejektoren verdrängen die synthetischen Kältemittel zunehmend. Das Anwendungsgebiet weitet sich auch in den Süden aus. Was vor 10 Jahren noch unvorstellbar erschien, ist heute technisch verfügbar: Transkritische CO
2-Kälteanlagen, ausgerüstet mit Ejektoren, um auch im heissen Klima von Spanien, mit höchster Effizienz Kälte aufzubereiten.
Mit aktuell rund 600 sich in Betrieb befindenden sub- und transkritischen CO
2-Kälteanlagen, zählt Frigo-Consulting zu den Vorreitern dieser zukunftsweisenden Technologie. Es ist davon auszugehen, dass diese in Zukunft in verschiedensten Anwendungen eingesetzt wird. Darüber hinaus eignet sich CO
2 nicht nur zum Kühlen, sondern bietet auch enormes Potential, den gesamten Wärmebedarf von Gebäuden energie-, platz- und kosteneffizient abzudecken. CO
2 ist auf dem Vormarsch in kleinere als auch grössere Kühlleistungsbereiche. So wurden diverse Produkte vorgestellt im Leistungsbereich bis 20 Kilowatt und eine Case Study präsentiert, bei welcher 3.2 Megawatt Kälteleistung, für die Verarbeitung von Fisch, mit CO
2 als Kältemittel realisiert wurde. Aber nicht nur CO
2 ist auf dem Vormarsch, es wurden auch diverse andere Lösungen mit Kohlewasserstoffen präsentiert. Dies insbesondere für kleinere Leistungsbereiche oder für Systeme mit beispielsweise Aussenaufstellung. Seit Beginn des Umdenkens, wächst das Angebot an Lösungen mit natürlichen Kältemitteln enorm. Einerseits weil die Anlagenbetreiber das Potential erkannt haben, Systeme effizient und umweltschonend zu betreiben, andererseits weil die Politik mittels Vorschriften und finanziellen Lenkungsmassnahmen die Industrie zunehmend in diese Richtung lenkt.
14.04.2016